Millet beschreibt seine neue Grepon Schoeller® Pant als eine Hose, die einer Vielfalt klimatischer Bedingungen bei allen möglichen Bergbesteigungen gewachsen ist. Dabei ist es Millet wichtig, die hohe Abriebfestigkeit sowie Leichtigkeit und Bewegungsfreiheit der Hose in den Vordergrund zu stellen. Zur Überprüfung dieser Eigenschaften habe ich die Hose für das Bergzeit Magazin auf Herz und Nieren getestet.
Hochtourenhose vom Bergsport-Experten
Die Grepon Pant wurde nach einem Gipfel im Mont Blanc-Massiv benannt. Die damalige Erstbegehung des Gipfels schrieb Geschichte, da es bis dato nicht für möglich gehalten wurde, Kletterstellen oberhalb des vierten Schwierigkeitsgrades zu begehen.
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Erster Eindruck der Millet Grepon
Bei erster Betrachtung und Anprobe der Hose fallen einige Features sofort positiv auf. Die Tourenhose ist enorm dehnbar und bietet daher eine hohe Bewegungsfreiheit. Darüber hinaus bietet sie einen hohen und weitgefassten Kanten- und Steigeisenschutz. Anders als bei konventionellen Trekkinghosen ist dieser aus Schoeller Krepotec gearbeitet und soll die Hose effektiv schützen.
Der eingearbeitete Kordelzug am Ende des Hosenbeins soll das Eindringen von Schnee und Dreck in die Bergstiefel verhindern. Zudem kann man die Hose bei schweißtreibenden Aktivitäten durch die klug eingebauten Lüftungsreißverschlüsse auf den Außenseiten der Oberschenkel öffnen und sich somit etwas Kühlung verschaffen.
Bei folgenden Begebenheiten habe ich die Hose getestet:
- in der Kletterhalle
- auf drei Hochtouren zum Monte Cevedale, zur Wildspitze und zum Großglockner
- auf dem Stopselzieher, einem Klettersteig an der Zugspitze
Die Grepon Pant als Hochtourenhose
Bei allen drei Hochtouren herrschten sehr komplexe klimatische Bedinungen. Perfekt also, um einer Hochtourenhose alles abzuverlangen. Von 25 Grad Celsius im Tal bis hin zu Minusgraden und Schneesturm auf dem Großglockner oder sogar Regen auf dem Abstieg vom Monte Cevedale waren alle Bedingungen vertreten.
Trotz der schwierigen Bedingungen hat sich die Hose, was das Klimamanagement angeht, gut geschlagen. Mit besonders hohen Temperaturen hat sich die Hose tendentiell schwer getan. In diesem Fall konnte man jedoch die Belüftungsreißverschlüsse zu Hilfe nehmen. Auf den Gletscherpassagen – wofür die Hose ja letztlich gemacht ist – hat sie allerdings für eine optimale Temperatur gesorgt. So konnte ich mich voll auf die richtige Steigtechnik konzentrieren. Darüber hinaus transportierte sie den Schweiß von den Beinen zuverlässig nach außen. Dadurch wurde ein unangenehmer Windchill-Effekt am Gipfel effektiv verhindert.
Die Hose zeigte speziell bei Kletter- und Kraxelpassagen an Wildspitze und Großglockner ihre volle Stärke, da hier die große Bewegungsfreiheit, die der Millet Grepon Softshellhose zueigen ist, besonders gut zur Geltung kam. Das Hauptmaterial erwies sich trotz häufigerem Felskontakt, langem Tragen und Scheuern des Klettergurtes sowie gelegentlichem Kontakt mit den Zacken der Steigeisen (wenn man mal kurz unkonzentriert war) als widerstandsfähig und robust.
Die Grepon Softshellhose als Klettersteighose
Auch auf Klettersteigen bot die Hose ein gutes Tragegefühl. Ich persönlich würde diese Hose insbesondere für technisch anspruchsvolle Klettersteige verwenden, in denen die genannten Features und die Bewegungsfreiheit besonders benötigt werden. Für einfachere Klettersteige und bei warmer Witterung mit viel Sonne würde ich jedoch eher eine Hose bevorzugen, die etwas luftiger ist. Denn dann macht sich deutlich bemerkbar, dass die Millet Grepon Pant für einen Temperaturbereich bis maximal 20 Grad Celcius ausgelegt ist.
Fazit zur Millet Grepon Softshellhose
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Millet Grepon Hose trotz widriger und sehr unterschiedlicher Testbedingungen eine hervorragende Unterstützung auf den Hochtouren dieses Sommers war! Die Hose bietet gut durchdachte Features und einige Details, die sie zum Einsatz auf vielfältigen Touren prädestinieren. Ich kann die Millet Grepon Pant als Tourenhose jedenfalls voll empfehlen!
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