Drei mal die Zwei - oder triple2 - steht im Glücksspiel für einen Dreierpasch. Doch was haben die Würfel mit Biken zu tun? Nun, im italienischen Bike-Mekka Arco Trentino kennzeichnet die 222 einen Trail, der von Tremalzo nach Limone führt. Und in München ein Modelabel, das sich auf Fahrrad- und Outdoorbekleidung spezialisiert hat. Dass es hier vielleicht einen Zusammenhang gibt, lässt sich mehr als vermuten, doch wir schauen den bayerischen Bikemodemachern erstmal genauer auf die Finger.
Ökologie, soziale Verantwortung und Funktionalität
Passend zum Dreierpasch haben wir uns nach den drei Leitgedanken von triple2 umgesehen. Mit den auch in der Outdoorbranche wichtigen Begriffen Ökologie, soziale Verantwortung und Funktionalität haben wir die schnell gefunden, doch war's das schon? Ist triple2 lediglich ein weiterer Bekleidungshersteller, der versucht ökologisch zu produzieren und sich verantwortlich gegenüber seinem sozialen Umfeld und der Umwelt zu zeigen?! Oder steckt bei triple2 ein bisschen mehr dahinter? Immerhin konnte sich die kleine Münchner Marke im umkämpften Geschäftsfeld für Bikebekleidung innerhalb kurzer Zeit einen Namen machen.
Matthias Dreuw, Geschäftsführer von triple2, macht eine klare Aussage: "Wir stellen ausschließlich Fahrrad- und Outdoorbekleidung her, die
sowohl in der Natur als auch in der Stadt funktioniert und gleichzeitig so nachhaltig, ökologisch und sozial gerecht hergestellt wird wie nur irgend möglich. Das war und ist für uns eine große Herausforderung." Klingt ambitioniert, aber schauen wir doch mal genauer hin, wie die Münchner Modeschmiede ihre Leitgedanken umsetzt: triple2 verwendet für Verpackung und Marketingmaterial nur recyceltes Material. Seine Bekleidungslinie schneidert das Unternehmen aus sorgfältig ausgewählten Materialien, die vorwiegend aus nachhaltigen Quellen stammen. Ob Hanffasern, Cocona®, bluesign® zertifizierte Materialien, Sympatex®, Bio-Baumwolle, recyceltes Polyester oder Merino-Wolle - triple2 geht einen eigenen, neuen Weg!
triple2 verwendet außerdem bei allen Sympatex-Produkten die umweltfreundliche und bluesign® zertifizierte, wasserabweisende Beschichtung Bionic Finish®Eco (DWR) ohne Fluorcarbone. Ziel von triple2 ist es zudem, mittelfristig 100% der verwendeten Materialien in Europa zu beziehen. Ein Großteil der Materialien stammen inzwischen aus Dänemark, Schweden und der Schweiz - und es werden mehr. Der Münchner produzieren zu 100% in Kroatien - und das zu absolut fairen Bedingungen!
Crash Replacement
Fairness zeigt triple2 auch gegenüber dem Kunden: Wer sich unsanft über den Lenker seines Drahtesels bewegt und dabei seine triple2 Shorts oder Jacke auf dem Asphalt oder Schotter perforiert, bekommt die Möglichkeit, vergünstigt Ersatz zu erhalten. "Crash Replacement" nennt sich dieser Service, der für den Erstbesitzer eines triple2-Produkts drei Jahre gültig ist und dessen vergünstigte Konditionen bei etwa 50 Prozent des UVP liegen. Aber keine Angst: leisten kann sich ein Unternehmen so einen Service nur, wenn man an die Qualität und Langlebigkeit seiner Produkte glaubt. Die Bike-Klamotten wie die triple2 Radshorts sind extrem stabil, um den Strapazen im Park, beim Freeriden oder bei Downhillen standzuhalten. Wir finden diesen Service wirklich nett von triple2, das sich sogleich daran macht, auch noch den Rest des nicht perforierten Stoffs zu retten - beinah selbstverständlich, dass auch dieser weiterverwendet wird!
Recycling & Produktrücknahme
Egal ob Sturz, Verschleiß oder Trendwechsel - wenn es soweit ist und sich die treue triple2-Jacke in die ewigen Jagdgründe verabschiedet, hat sie beste Aussichten auf eine Wiedergeburt. Immerhin hat sie den Einflüssen von Natur und Großstadtdschungel getrotzt und ihren Besitzer zuverlässig warm und trocken gehalten. Die Reinkarnation findet bei triple2 direkt in München statt: Noch brauchbare Teile eines Produktes werden wiederverwendet, unbrauchbare und zu sehr verschlissene Teile an den Recycler weitergegeben. Auch bei der Produktlaufbahn schließt sich also der Kreis beim Thema Nachhaltigkeit.
Bleibt die Frage: Was hat es eigentlich mit Firmennamen und dem ominösen 222er-Trail am Gardasee auf sich? "Es ist ganz einfach: Die Tour durch das Pra delle Noci war in den 90er-Jahren unser Lieblingstrail", verrät triple2-Chef Matthias Dreuw.
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